Donnerstag, 11. März 2010

Integration - FPÖ verdreht wieder die Tatsachen.

Leserbrief an die VN, als Reaktion auf einen FP-Leserbrief.

Einmal mehr geht ein FPÖ-Kandidat im Wahlkampf mit falschen Behauptungen über Migrant/innen und die Grünen an die Öffentlichkeit.
Günther Baur, FPÖ Bregenz, behauptet in einem Leserbrief, die Grünen würden von den Migrant/innen nicht einfordern, Deutsch zu lernen. Das ist unrichtig. Wir Grüne waren in den letzten fünf Jahren in Bregenz für Integration zuständig und haben beispielsweise das Angebot an Deutschkursen kontinuierlich ausgeweitet und damit die Anzahl der Migrant/innen, die die deutsche Sprache erlernen, erhöht. Selbstverständlich ist es uns Grünen ein großes Anliegen, dass alle Menschen, die hier leben, eine gemeinsame Sprache sprechen. Wie sonst soll Integration funktionieren?

Weiters behauptet Baur, die Grünen würden "mit gespaltener Zunge" sprechen, da sie - quasi heimlich - bei Migrant/innen "in Fremdsprachen" statt auf Deutsch "um Wählerstimmen buhlen". Auch das ist so falsch. Richtig ist, dass Mustafa Yılmaz, der ab Montag der erste türkischstämmige Stadtvertreter in Bregenz sein wird, sich in einem zweisprachigen Brief an Wähler/innen türkischer Herkunft gewandt hat. Zweisprachigkeit ist ein wichtiges Potential für unsere Gesellschaft. Der zweisprachige Brief drückt eine entsprechende Wertschätzung dafür aus. Das geschieht auch nicht heimlich, sondern in aller Offenheit. Der Brief ist sowohl in der deutschen, als auch in der türkischen Fassung auf www.bregenz.gruene.at nachlesbar.

Einmal mehr versucht die FPÖ gegen Migrant/innen zu hetzen und damit einen Keil in unsere Gesellschaft zu treiben, um von der Verunsicherung, die sie selbst damit erzeugt, bei Wahlen zu profitieren. Das mag wahltaktisch zum Ziel führen. Gesellschaftspolitisch ist es unverantwortlich!
Wir Grüne werden uns davon unbeirrt auch weiterhin seriös und sachlich um eine moderne Integrationspolitik kümmern.

Mario Lechner, Vorsitzender des Integrationsausschusses in Bregenz
Mustafa Yılmaz, Kandidat für die Stadtvertretung Bregenz
Bergstraße 6, 6900 Bregenz

FP-Leserbrief:

Integration lässt grüßen

Es ist schon mehr als interessant, dass inzwischen alle Parteien – außer den Grünen – auf das Schlagwort der FPÖ aufgesprungen sind, dass man Deutsch von den zugewanderten Bevölkerungsteilen
einfordern soll bzw. muss. Umso verwunderlicher ist, dass die Methoden im Wahlkampf dann anders lauten.

So flatterte diese Woche ein Schreiben der SPÖ in die Bregenzer Migrantenhaushalte, in dem um die Stimme in deutscher und in
türkischer Sprache geworben wird. Aber das war ja nur nachgemacht, denn die ÖVP mit Mustafa Pacali und die Grünen sowieso machten ebenfalls unter den Migranten Wahlwerbung in türkischer Sprache. Es ist also wieder einmal so weit. Rot, Grün und Schwarz halten nicht, was sie versprechen.

Auf der einen Seite Deutsch einfordern und auf der anderen Seite in Fremdsprachen um Wählerstimmen buhlen, lässt sich nicht vereinen.

Alles in allem ein Armutszeugnis für diese Bregenzer Parteien. Im Wilden Westen hätte man dazu gesagt: „Spricht mit gespaltener
Zunge!“

GÜNTHER BAUR,
STRABONSTRASSE, BREGENZ

Montag, 8. März 2010

Frauentag

Wir waren heute bei den Bürgermeistern von Dornbirn und Bregenz.

Bilder

DSCF0216

Video Dornbirn



Video Bregenz

Samstag, 6. März 2010

Bilder

Sa 06.03.2010 - Vorkloster

DSCF0172

--> Diashow
Sa 06.03.2010 - Stand in der Kaiserstraße im Schnee

junge

--> Diashow
Fr 05.03.2010 - Stand in der Kaiserstraße

Leider keine Bilder
Di 02.03.2010 - Stand in der Kaiserstraße

DSCF0164

--> Diashow

Sa 27.02.2010 - Interkulturelles Frühstück

DSCF0146

--> Diashow
Sa 27.02.2010 - Grüne Box - Kaiserstraße

DSCF0172

--> Diashow

Freitag, 26. Februar 2010

Im Rathaus übernachten?

Meine Anfrage zum FPÖ-Wahlkampf in der Stadtvertretung, Do 25.02.2010 (vom Tonbandmitschnitt abgeschrieben).

Hohe Stadtvertretung!

Ich habe ein Problem und eine Frage - und zwar geht es darum: Es ist inzwischen dunkel geworden und es wurde den Bregenzerinnen und Bregenzern letzte Woche über das Blättle mitgeteilt, dass es inzwischen in Bregenz ja so ist, dass man sich in der Nacht im Dunkeln nicht mehr auf die Straße trauen kann. Ich habe zwar vorhin hinaus geschaut, es sind noch Menschen unterwegs. Ich nehme an, das sind also die kriminellen, ausländischen Diebesbanden. Ich weiß nicht, warum die nicht sofort verhaftet werden.

Aber das ist im Moment nicht mein Problem. Ich frage mich, ob wir heute Nacht hier im Rathaus übernachten, ob hier dafür Vorkehrungen getroffen wurden, oder ob wir mit der Stadtpolizei eskortiert nach Hause gebracht werden?

Ich habe auch die Medien in der letzten Woche verfolgt. Mir ist nicht untergekommen, dass das von irgend jemandem von der Stadt oder vom Bürgermeister dementiert wurde. Es teilt uns hier dieser freundlich lächelnde Herr mit. Er wird ja auch als Vizebürgermeister gehandelt.

Ja ich bin ein wenig ratlos. Ich meine es muss ja eine seriöse Quelle sein, wenn es nicht dementiert wird und im Blättle steht. Denn wenn es nicht stimmen würde, wäre es eine skrupellose Hetze ganz am Rande des Strafrechtes.

Ja ich bin ein bisschen verzweifelt und hätte gerne hier vom Bürgermeister Aufklärung darüber wie wir jetzt da weiter vorgehen.

Danke

Wahlkampfbilder

Diese Woche waren wir am Dienstag in der Kaiserstraße und heute, Freitag, wieder am Kornmarkt.
heute wurden wir von LAbg. Katharina Wiesflecker unterstützt.
Morgen, Samstag, sind wir dann wieder mit der grünen Box in der Kaiserstraße.

DSCF0322
Diaschow, Dienstag, Kaiserstraße

DSCF0335
Diaschow, Freitag, Kornmarkt

AnStifter-Rap

Der Ärger über den Bregenzer AnStifter führt auch zu künstlerischer Kreativität:

Herma Froh hat einen Rap aufgenommen (mp3).

Danke

Piratenpartei

Zur Kandidatur der Piratenpartei in Bregenz habe ich folgende Stellungnahme verfasst:

Für Wahlen zu kandidieren ist ein Grundrecht und es ist zu begrüßen, wenn sich neue Menschen, insbesondere Junge, finden, die in unserem demokratischen System mitwirken möchten.

Die Piratenpartei Bregenz begründet ihre Kandidatur sehr stark mit Kritik an uns Grünen. Wir hätten uns gewünscht, dass diese Kritik zunächst direkt an uns gerichtet worden wäre. Dann hätte sich das eine oder andere vielleicht gleich klären lassen.

Wer glaubt, eine Grüne Regierungsbeteiligung in der Gemeindepolitik kann Wunder wirken, kann nur enttäuscht werden. Wer aber bereit ist, sich konkret anzusehen, was wir in den letzten fünf Jahren in Bregenz erreicht haben, wird zugeben müssen, dass sich da doch Einiges bewegt hat. Gerade in den von der Piratenpartei angesprochenen Bereichen:

* Weit mehr öffentliche Stadtvertretungssitzungen mit Fragestunde als früher. Bürgerbeteiligungsverfahren zu jedem größeren Projekt. Integrationsplattform. Jugendbeteiligung. Wer in Bregenz mitwirken will, kann das.
* Aufbau von Grundlagen und Strukturen für eine moderne, partizipative Integrationspolitik.
* Darüber hinaus ist in Bregenz in der Mobilitätspolitik viel weiter gegangen: Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und der Radfahrinfrastruktur.
* Bregenz hat die Wende zu einer zukunftsweisenden Energiepolitik eingleitet.
* Die Stadtplanung hat durch den Gestaltungsbeirat und die neue Art der partizipativen und professionellen Projektentwicklung (Hafen, Seestadt ...) eine neue Qualität entwickelt, die es bei zukünftigen Projekten, z.B. am Kornmarkt, fortzusetzen gilt.
* Durch die grüne Regierungsbeteiligung gibt es in Bregenz erstmals eine Frauengleichstellungspolitik.

Im Detail nachzulesen unter bregenz_regieren

Die Piratenpartei ist – neudeutsch – eine One-Issue-Partei. Ihr Programm beschränkt sich auf vier Punkte: Schutz der Privatsphäre, Bildung, Urheberrechte, Patente. Diese Inhalte teilen die Grünen weitestgehend. Diese Themen haben aber nur sehr wenig mit den Zuständigkeiten der Kommunalpolitik zu tun. Es ist daher fraglich, wofür die Piratenpartei in der Politik der Landeshauptstadt stehen will.

Mit dem selbstgesteckten Wahlziel von einem Prozent ist der Einzug in die Stadtvertretung bei weitem nicht möglich. Worin dann aber der Sinn der Kandidatur der Pirat/innen liegen soll und wie diese Bregenz ändern wollen, bleibt unklar.

Bei all diesen Unklarheiten und strategischen Unterschieden betonen Die Grünen Bregenz aber – unabhängig vom Wahlausgang – ihre Kooperationsbereitschaft. Nicht zufällig sitzt der einzige EU-Abgeordnete der Piratenpartei in der grünen Fraktion des Europäischen Parlaments. Hätten die Pirat/innen schon im Vorfeld zu uns Kontakt aufgenommen, hätte nicht nur eine konstruktive Debatte über Inhalte und Strategien geführt werden können. Auch eine Kandidatur von Pirat/innen auf der Grünen Liste wäre grundsätzlich nichts im Wege gestanden. Den Pirat/innen scheint es aber weniger um konkrete kommunalpolitische Mitarbeit zu gehen, sondern es handelt sich vielmehr um eine Testkandidatur für andere Wahlen.

Die Gemeindewahlen in der Landeshauptstadt sind aber zu wichtig, als dass sie zu einem Übungsfeld für eine Spasspartei reduziert werden dürfen.

FPÖ-Wahlkampf

Ich möchte einem Leserbrief in den VN auch hier Platz geben:

FPÖ-Wahlkampf

Wer dieser Tage in Bregenz unterwegs ist, sieht sich bald mit Wahlplakaten konfrontiert, auf denen die FPÖ in gewohnt einfältiger und heimattümelnder Manier die "Überfremdung" in unseren Siedlungen und Schulen thematisiert.

Und weil das noch nicht reicht, wurden einige dieser (von umsichtigen Menschen mittlerweile entfernten) Plakate auch direkt über dem Pausenhof der Hauptschule Bregenz-Stadt angebracht. Eines von unzähligen Beispielen für die schäbige
Perfidie blauer Wahlkämpfe. Braucht es doch nicht viel
Phantasie, um sich vorstellen zu können, dass diese Plakate
migrantische Schüler tief treffen und – im Gegensatz dazu – manche ihrer labilen, nicht selten gewaltbereiten Mitschüler in deren fragwürdiger Haltung noch bestätigen werden.

Die Tatsache, dass über dem Haupteingang eben dieser Schule nach wie vor die Inschrift "Deutsche Art in Ehr’ und Pflicht erblüh
in Gottes Luft und Licht" prangt, sollte man vielleicht nicht überbewerten. Und doch vervollständigt sich damit das Sittenbild eines Landes, in dem es ein rechtsradikaler Burschenschafter auch heute noch zum Nationalratspräsidenten bringen kann.

Vor einer allfälligen "Überfremdung" fürchte ich mich hierzulande nicht. Die bereits weit fortgeschrittene Verdummung hingegen gibt
Anlass zu größerer Sorge.

CHRISTIAN GERSTENMAYER
AM TANNENBACH 7, BREGENZ/LOCHAU

Mittwoch, 24. Februar 2010

AnStifter 2

Das zweite AnStifter-Inserat ist raus. Wieder ganz am Rande der Strafbarkeit. Leider ist die Rechtslage in Österreich so weich, dass NS-Begriffe wie "Überfremdung" nicht strafbar sind. Ebenso ist auf "Ausländer" schimpfen erlaubt. Würde hier "Türken" stehen, was ja eigentlich gemeint ist, wäre es sogar in Österreich Verhetzung. In Deutschland oder der Schweiz wären beide Inserate vermutlich strafbar.

anstifter2

Wer einen Facebook-Account hat, ist aufgerufen, unserer Gruppe "Bregenz braucht keine AnStifter" bei zu treten.

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