Freitag, 14. August 2009

Frauenanteil auf den Listen.

Von den 56 Grünen Kandidant/innen sind 51,8 % Frauen und 48,2 % Männer. (Grüne Listen)

Ein ebenfalls ausgeglichenes Geschlechterverhältnis findet sich auf der Liste Kiebitz: Ein Mann, eine Frau, also 50 % zu 50 %.

Platz 3 – zumindest was den Frauenanteil betrifft – geht an die SPÖ: 69 Kandidat/innen, 53,6 % Männer und 46,4 % Frauen.

Für das BZÖ kandidieren 65 Personen: 67,7 % Männer und 32,3 % Frauen. Immerhin fast ein Drittel.

Nach wie vor völlig unausgeglichen ist das Verhältnis bei der ÖVP: Von den 68 Kandidat/innen sind 70,6 % Männer und nur 29,4 % Frauen.

Von den 69 Kandidat/innen der FPÖ sind 72,5 % Männer und nur 27,5 % Frauen.

Bei von den 24 Gsiberger/innen sind 75 % Gsiberger und 25 % Gsibergerinnen.

Ausgerechnet eine Liste, die sich "Wir gemeinsam" nennt, besteht aus acht Männern, die offensichtlich keine gemeinsame Sache mit Frauen machen möchten. Oder umgekehrt?

ltw09-frauenanteil

Wenn wir (theoretisch) davon ausgehen, dass die heurigen Wahlen genau so ausgehen wie jene vor fünf Jahren, sitzen im Landtag:

14 ÖVP-Männer und 7 ÖVP-Frauen (33,3 %) - wie bisher

4 SPÖ-Männer und 2 SPÖ-Frauen (33,3 %) - wie bisher.

4 FPÖ-Männer und 1 FPÖ-Frauen (20,0 %) - wie bisher.

Je zwei Grüne Frauen und Männer (50,0 %) - wie bisher.

Gewinnen ÖVP oder FPÖ Mandate hinzu, so werden diese mit hoher Wahrscheinlichkeit von Männern besetzt. Ähnlich - wenn auch nicht ganz so eindeutig - ist es bei der SPÖ.

Gewinnen die Grünen ein Mandat, so erhöht sich mit Vahide Aydin der Frauenanteil.

Gelänge dem BZÖ und/oder den Gsiberger/innen der Einzug in den Landtag, so würden sie vermutlich reine Männer-Fraktionen bilden und den Frauenanteil senken.

Wer also mehr Frauen im Landtag sehen will, muss grün wählen.

Dienstag, 11. August 2009

Lob von aller höchster Stelle

Wer die Vorarlberger Blogosphäre etwas verfolgt, kennt die vernichtenden Urteile des "Rätischen Boten" über die Grünen besonders über grüne Bürokraten, zu denen er insbesondere mich zählt.

Heute ist alles ganz anders: Unter dem Titel Die grüne Erfindung des Nichtplakates findet sich eine Füllhornladung voll Lob über den Beginn der grünen Wahlkampagne. Das bedarf nicht nur der Erwähnung an dieser Stelle, sondern bekommt einen Rahmen. Leider nimmt dieser Blog html nur bedingt entgegen, sonst hätte ich den Rahmen sogar goldfarben gemacht.

Auch wenn Dein Beitrag natürlich nicht ohne eine kleine Spitze gegen uns auch so dummen "grünen Kader" auskommt:

Danke Heinz!

Bio-Ländle

Pünktlich zum Wahlkampfstart wird ein weiterer Erfolg der Grünen sichtbar: Endlich gibt es Biomilch auch aus Vorarlberg.

milch

Blond und blauäugig

Eggers Parteifreund Weinzinger, FPÖ Oberösterreich, gab schon 2008 die Antwort auf die Frage, warum lauter blonde, blauäugige (="heimische") Frauen und Kinder auf den FPÖ-Plakaten sind.



Da unser Spezialfreund mit der IP-Adresse 82-131-151-235.pool.invitel.hu wieder sein gehässiges Unwesen treibt und nächtens grüne Blogs vollmüllt, muss ich die Kommentarfunktion leider wieder abstellen.

Gerne würde ich hier auch grün-kritische Rückmeldungen stehen lassen, sofern dies halbwegs mit Niveau erfolgt und nicht anonym. Das ist im Moment bei 82-131-151-235.pool.invitel.hu leider nicht gewährleistet.

Montag, 10. August 2009

heimisch

Kann mir jemand sagen, warum alle Menschen auf diesem Plakat (außer Egger) mehr oder weniger blond und blauäugig sind?
Ist das die Definition von heimischer Familie?
Woran erinnert mich das? ich komm einfach nicht drauf.

dscf0153



An dieser Stelle wurden drei Postings von 82-131-151-235.pool.invitel.hu gelöscht.
s.a. http://mariolechner.twoday.net/stories/5811714/#comments

Daher ist es unvermeindlich, dass ich die Kommentarfunktion wieder deaktiviere. Rückmeldungen und Kommentare bitte an mario.lechner@gruene.at

mit uns gerecht

recht viel bescheidener kann mensch Plakate nicht mehr machen, oder?

dscf0136

Alle, denen das zu wenig ist, seinen getröstet, ab Fr 28.08. (offizieller Wahlkampfauftakt) gibt es mehr.

mit-uns-gerecht.at

Ab sofort ist sie online: Unsere aktualisierte Wahlkampfwebsite mit neuer URL:

mit-uns-gerecht.at



mit-uns-gerecht

Sonntag, 9. August 2009

Worum es geht

Ich wurde gefragt, worum es bei dieser Plakatiergeschichte eigentlich geht und ob die drei Parteien wirklich glauben, das sich Wähler/innen für sie entscheiden, wenn sie die ersten sind ("Der frühe Vogel fängt den Wurm.") So naiv wird wohl niemand sein: Jemand fährt sechseinhalb Wochen vor der Wahl durchs Land, wird von Ritsch angegrinst und beschließt: Den wähl' ich!

Nein! Es geht um die Standplätze. Wer schneller ist, bekommt die besseren Plätze. Es werden von Wahl zu Wahl mehr Plakate aufgestellt und so wird der Platz rar. Wir hatten uns überlegt überhaupt erst vier Wochen vor der Wahl zu plakatieren, da wäre dann aber außer in einer Seitenstraße in Riefensberg nirgends mehr ein Platz. Also werden wir ab Montag etwa 450 Platzhalter-Dreieckständer aufstellen (zwischen den 1.000en von SPÖVFPÖ).

Es stellt sich nun aber die Frage, wie das nun weiter geht. Nachdem nun klargestellt ist, dass das Papier auf dem die Regierungsparteien Gesetze niederschreiben geduldig ist, werden sie das nächste mal schon eine Woche vorher beginnen und dann zwei Wochen früher ...
Bis dann vielleicht die BH doch einmal die Einhaltung von Gesetzen exekutiert. Aber hat in diesem Land schon jemals jemand gesehen, dass eine BH gegen die ÖVP vorgeht?

Nächste Frage: Warum zeigen wir die Mitbewerber/innen nicht an?

Das ganze hat eine juristische und eine politische Seite.

Juristisch ist mir das viel zu unbedeutend, als dass ich es befürworten würde, dass die Grünen juristisch gegen die Konkurrenz vorgehen. Wenn dann unser Plakat 100 Meter weiter weg von der Kreuzung steht, werden wir es auch aushalten.

Aber politisch und "pädagogisch" finde ich diese Haltung fatal: "Wir machen zwar die Gesetze, aber selber dran halten müssen wir uns nicht."
Und: " Andere leiden unter der Wirtschaftskrise, wir nicht. Wir klotzen statt kleckern."
Für "das Volk" wird das Leben schwerer. Die "Volksvertreter" machen weiter, als wäre nichts. Sie können sich's richten.
Das ist die Optik, die zu Politikverdrossenheit und zu Politikverweigerung in der Form des Nichtwählens und in der Form des Wählens von politischen Scharlatanen und angeblichen Anti-Parteien-Parteien führen, die offen für Demokratieabbau (z.B. "Abendlandtag") eintreten.

Samstag, 8. August 2009

Nervös

Offensichtlich einer nervöser als der andere: Seit heute plakatiert auch die ÖVP: Zwei Tage zu früh.

Scheint nach dem Muster zu laufen: Wenn's die andern machen und denen nichts passiert, dann machen wir's halt auch.

Die selben Parteien, die die entsprechenden Landesgesetze beschlossen haben, halten sich selbst nicht daran.

Warum sollen sich da die "normalen" Bürger/innen noch an Gesetze halten?
Warum sollen sie wieder die selben Parteien als Gesetzgebung wählen?

Wenn es der Classe politique nicht gelingt, wieder eine Culture politique zu entwickeln, seriös, glaubwürdig, vorbildlich etc., dann ist es kein Wunder wenn die Politikverdrossenheit steigt und die Wahlbeteiligung sinkt.

Leider nützt es da wenig, wenn wir als kleine Partei da eh anders sind, weil inzwischen eben viele "die Politik" in einen Topf werfen.

Wie können Parteien nur so unsensibel sein und in Zeiten der Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit, die übliche Materialschlacht - oder sogar noch mehr - abliefern.

Vielleicht gelingt es uns da ein wenig, Unterschiede klar zu machen.

Rückmeldungen erwünscht.

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