Grüne Andersrum bezeichnen Haltung des katholischen Bischofs Elmar Fischer als mittelalterlich
„Dass im Jahre 2009 eine wichtige Persönlichkeit des öffentlichen Lebens solche Hetze betreibt, ist schockierend“, nimmt die Sprecherin der Grünen Andersrum, Brigitte Stadelmann, zu den Aussagen von Bischof Elmar Fischer Stellung, der laut Medienberichten Homosexualität sei „psychische Krankheit“ bezeichnet hatte. „Es ist seit langem wissenschaftlich belegt, dass diese Behauptung absoluter Nonsens ist.“
„Der höchste Repräsentant der katholischen Kirche des Landes betreibt mit dieser Aussage Hetze gegen Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung“, hält Stadelmann fest. „Normales menschliches Verhalten wird zu Abnormität umgedeutet, Menschen werden als krankhaft abgestempelt. Das widerspricht der Mitmenschlichkeit, die man von der katholischen Kirche erwarten würde. Dem Bischof fehlt offensichtlich ein Mindestmaß an Toleranz gegenüber Minderheiten.“
„Besonders pikant ist dabei, dass Elmar Fischer offiziell als Psychotherapeut geführt wird“, verweist Stadelmann auf die Psychotherapeuten-Liste des Gesundheitsministeriums. „Seine Aussagen zur Homosexualität widersprechen dem Erkenntnisstand der wissenschaftlichen Psychologie diametral.“
„Ich hoffe, dass sich viele Menschen unterschiedlicher Orientierung und verschiedenen Glaubens von dieser mittelalterlichen Geisteshaltung distanzieren“, so die Sprecherin der grünen Lesben- und Schwulenorganisation abschließend.
Johann Tschann meint immer, mene Blogeinträge seien zu lang.
Johann! Falls Du ausnahmsweise bis hierher gelesen hast: Du hast wieder einmal recht.
Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, meine AK-Wahl-Serie ordentlich fort zu setzen und abzuschließen.
Nicht mehr als 26 Stimmen haben uns am Schluss gefehlt, um das vierte Mandat zu bekommen. Ärgerlich! Es haben uns das letzte mal schon nur 95 Stimmen gefehlt. Nun haben wir Stimmen und Prozente gewonnen. Durch die höhere Zahl an Wahlberechtigten war das am Schluss aber doch wieder zu wenig.
Nun beginnen die Analysen. Vieles ist schon klar. Vieles wird noch klar werden und vieles wird bis zum nächsten mal optimiert werden.
Das nächste mal wird es uns weit besser gelingen, unser Potential auszuschöpfen. Davon bin ich überzeugt. Dafür werde ich sorgen.
Wer sich an der Analyse beteiligen möchte, ist herzlichst dazu eingeladen, entweder hier in Form eines Kommentars oder per Mail an mario.lechner@gruene.at
Schade, dass mensch nur einmal aus der katholischen Kirche austreten kann. Derzeit gäbe es wieder genug Gründe dies aus Ärger und Protest zu tun. Ein Holocaust-Leugner, der die Menschenrechte ablehnt, wird wieder aufgenommen. Ein Pfarrer, der den Hurricane Katrina für eine Strafe Gottes und Homosexualität für eine heilbare Krankheit hält, wird Bischof.
Das Motto lautet offensichtlich: Back to the roots.
Sind Demokratie und Katholizismus miteinander vereinbar? Wieviele katholische Religionslehrer/innen sind für die Wiedereinführung von Inquisition und Hexenverbrennung?
Eva Glawischnig wurde mit einer bei den Grünen noch nie da gewesenen Mehrheit zur neuen Bundessprecherin gewählt. Ein Zeichen dafür, dass wir die Niederlage bei den Nationalratswahlen und deren Folgen verkraftet haben und ein Zeichen der Einigkeit.
Anstatt diese Chance zu nutzen, haben sich die Grünen bzw. ein maßgeblicher Teil der Grünen entschlossen, alles daran zu setzen, unsere Chancen so gut wie nur irgend möglich zu vernichten.
Wir stehen heuer vor so vielen Wahlgängen wie selten zuvor. AK-Wahlen, EU-Wahlen, vier Landtagswahlen, mehrere Gemeindewahlen und 2010 geht es dann gleich weiter mit der Wirtschaftskammerwahl und den Gemeindewahlen in Vorarlberg. Anstatt geeint und solidarisch in diese Wahlauseinandersetzungen zu gehen, sorgen wir für allgemeines Kopfschütteln. Wie wir die Erstellung der Kandidatenliste für die EU-Wahl managen, kann nicht mehr schön geredet werden, es ist einfach unerklärbar. Das wird ja auch sehr offen von vielen so eingestanden.